Wirtschaft
Prognose: 'Super-El-Niño' belastet thailändische Wirtschaft bis 2027
Krungsri Research warnt, dass ein schweres 'Super-El-Niño'-Wetterphänomen zwischen 2026 und 2027 zu wirtschaftlichen Verlusten von über 100 Milliarden Baht für Thailand führen könnte.
Laut einem Bericht von Krungsri Research steht Thailand vor dem Beginn eines 'Super-El-Niño'-Phänomens, das im zweiten Quartal 2026 einsetzte. Die Untersuchung schätzt, dass dieses extreme Wetterereignis das thailändische BIP um 0,9 % senken und bis 2027 zu wirtschaftlichen Schäden von über 100 Milliarden Baht führen könnte.
Der Bericht hebt erhebliche Risiken für die landwirtschaftliche Produktion hervor. Im Jahr 2026 dürften Kulturen wie Reis, Maniok und Palmöl leiden, während Reis, Zuckerrohr und Palmöl für 2027 als gefährdet eingestuft werden. Es wird prognostiziert, dass sich diese Störungen aufgrund von Rohstoffknappheit auf die Lebensmittel- und Getränkeverarbeitungsindustrie sowie auf das Gastgewerbe und den Dienstleistungssektor auswirken werden.
Für Einwohner und Reisende ist die potenzielle Inflation das Hauptanliegen. Die Knappheit an landwirtschaftlichen Produkten dürfte die Preise für lebensnotwendige Güter, einschließlich Reis, Zucker, Pflanzenöl und frischen Produkten, in die Höhe treiben. Krungsri Research geht davon aus, dass dieser Druck auf die Lieferkette die Inflation im Jahr 2026 um 0,09 % bis 0,12 % über den Basiswert ansteigen lassen könnte. Während die Forschung einen klaren Ausblick auf die potenzielle wirtschaftliche Belastung bietet, bleiben die genaue Schwere der Wetterauswirkungen auf bestimmte Regionen und die langfristige Dauer der Preisvolatilität von der weiteren Klimaentwicklung abhängig.