Gesundheit
Gesundheitsrisiken in Indiens 'Marmor-Schweiz' aufgedeckt
Ein beliebtes Touristenziel in Rajasthan, Indien, bekannt als die 'Schweiz Indiens', hat sich als gefährliche Marmor-Mülldeponie entpuppt, die erhebliche Atemwegsrisiken birgt.
Laut einem Bericht von Khaosod Online vom 15. August 2026 hat der Kishangarh Marble Dump Yard in Rajasthan, Indien, durch seine schneeweiße Landschaft und türkisfarbenen Becken virale Berühmtheit als 'Schweiz Indiens' erlangt. Obwohl der Ort zu einem beliebten Ziel für Hochzeitsfotos, Musikvideos und Bollywood-Dreharbeiten geworden ist, haben Umweltexperten dringende Warnungen bezüglich seiner wahren Beschaffenheit herausgegeben.
Das Gelände ist tatsächlich eines der größten Entsorgungsgebiete für Marmorabfälle in Asien, wo etwa 12.000 Fabriken täglich 5.500 Tonnen Marmorstaub und -schlamm abladen. Experten warnen, dass der Staub kristallines Siliziumdioxid enthält, das zu Silikose führen kann – einer dauerhaften Lungenerkrankung, die durch langfristiges Einatmen verursacht wird. Zudem deuten Untersuchungen auf das Vorhandensein krebserregender Asbestfasern im Staub hin.
Trotz dieser Erkenntnisse fehlen in dem Gebiet grundlegende Sicherheitsmaßnahmen oder Warnschilder, wodurch schätzungsweise 200.000 Menschen, darunter Arbeiter, Anwohner und Touristen, potenziell gefährlichen Partikeln ohne Atemschutz ausgesetzt sind. Für Reisende unterstreicht dies, wie wichtig es ist, die Umweltsicherheit von 'viralen' Touristenorten zu recherchieren. Es bleibt abzuwarten, welche regulatorischen Maßnahmen die lokalen Behörden ergreifen werden, um den Zugang zu beschränken oder die Gesundheitsrisiken an diesem Standort zu mindern.