Gesundheit
Ehemaliger philippinischer Präsident Duterte erscheint vor dem IStGH inmitten von Gesundheitsbedenken
Rodrigo Duterte trat erstmals persönlich vor dem Internationalen Strafgerichtshof in Den Haag auf, während seine Verteidiger behaupten, er leide unter schwerem Gedächtnisverlust.
Am 16. September 2026 erschien der 81-jährige ehemalige philippinische Präsident Rodrigo Duterte persönlich vor dem Internationalen Strafgerichtshof (IStGH) in Den Haag, Niederlande. Dies markiert seinen ersten physischen Auftritt seit seiner Verhaftung im März 2025 wegen Vorwürfen von Verbrechen gegen die Menschlichkeit im Zusammenhang mit seiner Anti-Drogen-Kampagne von 2016 bis 2022. Zuvor hatte Duterte nur per Videoschalte teilgenommen.
Während des Verfahrens argumentierte Dutertes Anwaltsteam unter der Leitung von Peter Haynes, dass der ehemalige Staatschef aufgrund seines sich verschlechternden Gesundheitszustands nicht verhandlungsfähig sei. Die Verteidigung erklärte, Duterte leide unter schwerem Gedächtnisverlust und behauptete, er glaube, es sei das Jahr 2007 oder 2008, halte sich für 84 oder 85 Jahre alt und könne sich nicht an den Namen des US-Präsidenten Donald Trump erinnern. Obwohl der offizielle medizinische Bericht nicht öffentlich ist, hat das Gericht eine Begutachtung durch drei unabhängige Experten angeordnet, um seine geistige Verhandlungsfähigkeit zu bestimmen. Der IStGH hat den Prozessbeginn für den 30. November 2026 angesetzt.
Für Reisende und Einwohner in der Region unterstreicht diese hochkarätige juristische Entwicklung die anhaltende internationale Prüfung der früheren Politik der Philippinen. Obwohl das Verfahren in Den Haag stattfindet, bleibt der Fall ein bedeutender Punkt des politischen Diskurses in Südostasien. Es bleibt zu bestätigen, ob die vom Gericht angeordnete medizinische Untersuchung Duterte als verhandlungsfähig einstufen wird.