Wirtschaft
Thaksin Shinawatra fordert Finanzamt wegen Vermögensbeschlagnahmung heraus
Der ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra hat Klage gegen das Finanzamt eingereicht und behauptet, dass die Vermögensbeschlagnahmungen in Höhe von 15 Milliarden Baht redundant seien.
Am 16. September 2026 gab der Anwalt Winyat Chatmontri bekannt, dass der ehemalige Premierminister Thaksin Shinawatra rechtliche Schritte vor dem Steuergericht gegen das Finanzamt eingeleitet hat. Der Streit dreht sich um die Bemühungen des Amtes, Vermögenswerte zu beschlagnahmen, um Steuerschulden aus dem Verkauf von Shin Corp-Aktien im Jahr 2006 zu decken.
Laut dem Anwaltsteam versucht das Finanzamt, etwa 15,88 Milliarden Baht an Steuern einzutreiben. Die Verteidigung argumentiert jedoch, dass es sich um eine redundante Beschlagnahmung handele, da die 46 Milliarden Baht, die aus dem ursprünglichen Aktienverkauf stammten, bereits an den Staat verfallen seien. Das Anwaltsteam schlägt vor, dass das Amt stattdessen eine Rückforderung beim Finanzministerium anstreben sollte.
Für Einwohner und Expats unterstreicht dieser hochkarätige Rechtsstreit die anhaltenden Komplexitäten bei der Steuerdurchsetzung und den Verwaltungsverfahren in Thailand. Obwohl es sich bei dem Fall strikt um eine rechtliche Angelegenheit zwischen einer öffentlichen Person und dem Staat handelt, unterstreicht er die Bedeutung einer klaren Dokumentation vergangener finanzieller Verpflichtungen und staatlicher Vergleiche.
Das Steuergericht hat für den 7. Oktober 2026 eine Anhörung angesetzt, um einen Antrag auf eine einstweilige Verfügung gegen die Beschlagnahmung zu prüfen. Es bleibt abzuwarten, wie das Gericht über den Vorwurf der Redundanz entscheiden wird und ob dies Auswirkungen auf die aktuelle Durchsetzungsstrategie des Finanzamtes haben wird. Es wird erwartet, dass das Verfahren die Grenzen der Steuererhebung nach früheren gerichtlichen Entscheidungen klären wird.