Politik
Premierminister Anutin kommentiert Bangkoks 'Open Government'-Initiative
Premierminister Anutin Charnvirakul hat sich zur neuen Transparenzrichtlinie der Stadtverwaltung von Bangkok geäußert und betont, dass Regierungsbehörden standardmäßig offen arbeiten sollten.
Am 12. September 2026 reagierte Premierminister und Innenminister Anutin Charnvirakul auf Berichte über eine neue Anordnung, die vom Gouverneur von Bangkok unterzeichnet wurde. Die Richtlinie schreibt vor, dass alle Behörden der Stadtverwaltung von Bangkok (BMA) öffentliche Informationen offenlegen müssen. Dabei gilt das Prinzip 'Open by Default', bei dem Transparenz der Standard und Geheimhaltung nur eine Ausnahme ist.
Bei einer Rede im Hauptquartier der Bhumjaithai-Partei merkte Anutin an, dass sich diese spezifische Anordnung zwar auf die BMA beziehe, der Geist der Transparenz jedoch bereits durch bestehende nationale Gesetze zu Regierungsinformationen gestützt werde. Er forderte alle staatlichen Stellen auf, keine Schlupflöcher zu suchen, um Informationen zurückzuhalten, und erklärte, dass diejenigen, die mit ehrlichen Absichten handeln, keinen Grund hätten, Daten zu verbergen. Er bekräftigte persönlich sein Engagement für eine vollständige Offenlegung und merkte an, dass er angeforderte Informationen ohne Zögern bereitstelle.
Für Einwohner und Besucher unterstreicht diese Entwicklung eine mögliche Verschiebung hin zu einer größeren administrativen Rechenschaftspflicht in der Hauptstadt. Obwohl der Premierminister darauf hinwies, dass der rechtliche Rahmen für Transparenz bereits existiert, bleibt die praktische Anwendung dieser Offenlegungsregeln den Leitern der jeweiligen Behörden überlassen. Es bleibt abzuwarten, wie streng diese 'Open by Default'-Prinzipien in verschiedenen Regierungsabteilungen außerhalb der BMA durchgesetzt werden oder ob weitere nationale Mandate folgen werden, um diese Praktiken in allen Ministerien zu vereinheitlichen.