Recht
Evergrande-Gründer in China zu lebenslanger Haft verurteilt
Hui Ka Yan, Gründer des Immobilienriesen Evergrande, wurde wegen Veruntreuung und Bestechung zu lebenslanger Haft verurteilt, was einen bedeutenden Wendepunkt in Chinas Immobilienkrise darstellt.
Laut einem Bericht von Khaosod Online unter Berufung auf die BBC wurde Hui Ka Yan (auch bekannt als Xu Jiayin), der Gründer des chinesischen Immobilienentwicklers Evergrande, zu lebenslanger Haft verurteilt. Das Mittlere Volksgericht in Shenzhen fällte das Urteil, nachdem Hui im April ein Geständnis zu Anklagepunkten wie Veruntreuung und Bestechung abgelegt hatte.
Zusätzlich zur Haftstrafe für seinen Gründer wurde Evergrande zu einer Geldstrafe von 15,82 Milliarden Yuan (ca. 77,275 Milliarden Baht) wegen Vergehen im Zusammenhang mit Dokumentenfälschung und dem Verschleiern von Schulden verurteilt. Das Gericht erklärte, dass die Handlungen von Hui und seinem Unternehmen den chinesischen Immobilienmarkt schwer gestört und erheblichen wirtschaftlichen Schaden verursacht hätten. Andere Führungskräfte, darunter Huis Söhne Xu Zhijian und Xu Denghe, erhielten Haftstrafen zwischen 22 Monaten und 18 Jahren.
Für Einwohner und Reisende in der Region unterstreicht dieses Urteil die anhaltende Instabilität im chinesischen Immobiliensektor, die weitreichende Auswirkungen auf inländische Investoren und Finanzinstitute hatte. Während das Urteil ein wichtiges juristisches Kapitel für das Unternehmen abschließt, bleibt der langfristige Einfluss auf die breitere regionale Wirtschaft abzuwarten. Beobachter warten darauf, wie die chinesische Regierung mit den verbleibenden Folgen des Zusammenbruchs des Unternehmens umgehen wird und welche weiteren regulatorischen Maßnahmen zur Stabilisierung des Marktes umgesetzt werden könnten.