Sport
FIFA-COO Kevin Lamour verlässt nach Kritik an Präsident Infantino seinen Posten
Die FIFA hat den Abgang von Chief Operating Officer Kevin Lamour bestätigt, nachdem dieser den Präsidenten Gianni Infantino öffentlich für einen umstrittenen kommerziellen Vorschlag zur Weltmeisterschaft kritisiert hatte.
Laut einem Bericht von Khaosod Online Thailand hat die FIFA ihre Zusammenarbeit mit dem Chief Operating Officer (COO) Kevin Lamour zum 17. August 2026 offiziell beendet. Ein FIFA-Sprecher bestätigte den Abgang und dankte Lamour für seine zweijährige Tätigkeit.
Dieser Schritt folgt auf Lamours lautstarken Widerstand gegen einen Vorschlag von FIFA-Präsident Gianni Infantino, 20 % der kommerziellen Rechte an der Weltmeisterschaft zu verkaufen. Der Plan stieß auf erheblichen Widerstand bei großen Fußballverbänden, darunter UEFA, CONCACAF und AFC. Kritiker, darunter Lamour, behaupteten, der Vorschlag sei einseitig von Infantino entwickelt worden und äußerten Bedenken hinsichtlich potenzieller Interessenkonflikte mit Partnern der Familie des US-Präsidenten. Obwohl Infantino den Plan schließlich aufgab, weigerte er sich, von seinem Amt zurückzutreten.
Für Einwohner und Reisende in Thailand unterstreicht diese Entwicklung die anhaltenden Spannungen in der Führung des Weltfußballverbandes, der in der Region weiterhin einen bedeutenden kulturellen und sportlichen Einfluss ausübt. Lamour hatte zuvor eingeräumt, dass seine öffentliche Haltung seine Karriere gefährden könnte. Während sein Abgang bestätigt ist, bleiben die langfristigen Auswirkungen auf die interne Führungsstruktur der FIFA und das Potenzial für weitere Folgen im Zusammenhang mit dem gescheiterten Kommerzialisierungsplan abzuwarten.